Was ist SEO - Search Engine OptimizationWas ist SEO? So eine kleine Frage und so viele tolle Dinge die man darüber schreiben kann! Hier sollen allerdings einfach mal die Basics behandelt werden, für die Leute, die mit der Abkürzung noch nichts anfangen können.

Da das hier der erste Eintrag des neuen SEO-Invasion Blogs ist und ich finde, dass in einen SEO-Blog auf jeden Fall mal die Definition von SEO zu finden sein muss, habe ich mich entschlossen, diesen Artikel der Abkürzung SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung zu widmen.

1. Definition von SEO

SEO bedeutet Search Engine Optimization (z.dt Suchmaschinenoptimierung).

2. Was macht man beim SEO?

Wir wissen jetzt: SEO heißt mit anderen Worten, seine Website für Suchmaschinen zu optimieren. Doch was kann ich denn alles an einer Website optimieren? Hier müsste jetzt eigentlich eine Liste mit 1.000 Optimierungsmöglichkeiten kommen. Doch das würde uns an dieser Stelle noch nicht weiterhelfen.

Ich möchte gerne erst einmal auf die Sichtweise von Suchmaschinen eingehen und diese im folgenden Abschnitt behandeln.

2.1 Inhalte der Website für Suchmaschinen aufbereiten

Eine gute und erste Möglichkeit wäre zum Beispiel, sich die eigene Website so anzusehen, wie sie auch eine Suchmaschine wie Google sieht. Dazu gibt es im Netz eine Menge nützlicher Tools. Diese Tools zeigen lediglich die textuellen Inhalte einer Website an. Das heißt, alle für Suchmaschinen nicht sichtbaren Elemente werden aus der Ansicht ausgeschlossen. Ich habe euch hier mal einen Kandidaten herausgesucht, der das perfekt beherrscht:

SEO-Browser (www.seo-browser.com)

Dieses kleine Tools zeigt uns eigentlich schon mal einen guten Ansatz auf. Und zwar, dass man eine Suchmaschine wohl nicht durch Kekse und Milch dazu bringt, die eigene Seite vorne auf den ersten Plätzen anzuzeigen! Die Suchmaschine möchte doch eigentlich wissen, was ein Suchender auf der entsprechenden Website erwarten kann, um diesen auf die perfekte Seite für dessen Bedürfnisse zu verweisen.

Man muss der Suchmaschine also klarmachen: „Hier findest du den idealen Inhalt, für dieses oder jenes Themengebiet“. Und wie macht man das? Natürlich in dem man die Inhalte der eigenen Website, der Suchmaschine so gut wie möglich zugänglich macht.

2.1.1 Beispiel: Suchmaschinen und Texte

Herr Groß und Herr Klein bieten auf deren jeweiligen Onlineshop-Websites Ihren Kunden ganz spezielle und auf dem Markt sehr umkämpfte blaue Regenwürmer, die im Dunkeln leuchten, zum Kauf an.

Herr Groß will hoch hinaus und bestellt sich eine professionelle Website bei einem noch professionelleren Website-Bauer. Dieser baut ihm tolle Effekte in die Website ein, etwa auch ein animiertes Video, bei dem man den Wurm so richtig leuchten sieht – einfach klasse – da muss ja jetzt die Kasse klingeln!

Herr Klein dagegen steht nicht so sehr auf viele Animationen und möchte seinen Kunden lieber zusätzlich zur Kaufoption interessante Informationen über die leuchtenden Würmchen bieten. Deshalb schreibt er zu jeder Wurmart einen eigenen Informationstext und setzt diese auf die jeweiligen Seiten.

Ein Jahr später verkauft Herr Groß keine blauen Regenwürmer mehr. Er musste seinen Laden schließen, da Herr Klein (der mittlerweile bei Google mit vielen Wurm-Keywords auf der ersten Suchergebnisseite vertreten ist) und andere Mitbewerber ihn aus den Suchergebnisseiten verdrängt hatten und seine Stammkundschaft kein Interesse an neuen Würmern hat.

Doch was war passiert? Herr Groß hatte doch eine so tolle Website (wir erinnern uns an die animierten Videos der leuchtenden Tierchen).

Ganz einfach, die Suchmaschinen haben bei der Website von Herrn Groß nur folgenden Inhalt feststellen können:

[gw7_NO_FLASH.jpg]

Herr Groß hatte sich eine Webseite auf Flash-Basis erstellen lassen, die zwar für den Kunden toll ausgesehen hat, doch keine verwertbaren Informationen/Texte für die Suchmaschinen bereit stellte. (Das gleiche gilt übrigens für Webseiten, auf denen Bilder mit Texten als Informationsträger genutzt werden.)

Vergleich der Indexierung von Flash Seiten und HTML Seiten

Dieses Beispiel zeigt eigentlich sehr schön, wie man an eine Suchmaschinenoptimierung herangehen sollte. Man sollte sich also in erster Linie ansehen, was die Suchmaschine denn wirklich sieht und auch verwerten kann.

2.2 Links zur eigenen Website

Nach dem oben beschriebenen Punkt wissen wir jetzt also schon mal, was wir beim Inhalt jeder einzelnen Seite der eigenen Website beachten müssen. Wir müssen zusammengefasst auf die Zugänglichkeit der Suchmaschinen und auf gute Inhalte achten.

Nehmen wir also an, wir haben unsere Website für die Suchmaschinen optimal lesbar gemacht und bieten zudem unseren menschlichen Besuchern tolle Inhalte über interessante Themen an. Wie bekommen wir es nun hin, dass die Suchmaschinen unsere Seite auch finden und in ihren Index mit aufnehmen? Das Zauberwort heißt Links (oder auch Verlinkungen).

Doch was bringen diese Verlinkungen? Aus Links ergeben sich im Allgemeinen zwei Vorteile.

2.2.1 Links als Brücke zur Suchmaschine

Wir haben also jetzt unsere perfekt vorbereitete Website und möchten, dass Google diese Seite in seinen Index mit aufnimmt, damit User unsere Seite auch in den SERPs (Search Engine Result Pages – z.dt Suchergebnisseiten) angezeigt bekommen. Doch wie erfährt Google jetzt von unseren tollen Inhalten bzw. von unserer Website überhaupt?

Suchmaschinen schicken kleine Programmeinheiten los (s.g. Robots oder Crawler). Diese Crawler sind darauf programmiert allen Links (also Verbindungen) zwischen Webseiten zu folgen und den Inhalt der jeweiligen Folgeseite zu crawlen (einzusammeln), an die Suchmaschine zu übertragen und daraufhin den Links der entsprechenden Seite weiter zu folgen. Man kann sich also Links wie kleine Brücken vorstellen, auf denen sich die Crawler von Website zu Website bewegen.

Da Crawler nicht schwimmen können, haben wir schlechte Karten, wenn wir keine Brücken (also Links) haben, die auf unsere Seite führen. Deshalb ist es wichtig, sich zumindest einmal eine Brücke (einen Link)  zur eigenen Seite bauen zu lassen, indem man etwa einen befreundeten Websitebetreiber fragt oder einen Forumsbeitrag schreibt, in dem man dann auf die eigene Seite verweist.

2.2.2 Links als Empfehlung

Zuerst sollte man sich die Fragen stellen: Warum sollte jemand auf meine Seite verlinken? Dafür kann es viele Gründe geben. Meistens aber deshalb, weil andere Personen die Website lesenswert finden. Warum sollte also nicht auch eine Suchmaschine diesen Maßstab ansetzen? Je mehr Links eine Seite hat, umso interessanter wird wohl auch der Inhalt der Seite sein. Und genau das machen die Suchmaschinen auch.

Man kann sich das ganze Konstrukt wie ein riesiges Empfehlungsmarketing vorstellen, dass von einer Suchmaschine global von außen betrachtet wird. Und dann kommen allzu menschliche Züge zustande.

Nehmen wir doch einfach folgendes an. Herr Schlitzohr eröffnet einen Blumenladen mit dem Namen „Schlitzohrs Blumen“. Er kommt auf die grandiose Idee, dass seine Verwandten (die den gleichen Namen tragen wie er – also Schlitzohr) für Ihn, bei jeder Gelegenheit (Zahnarzt, Friseur, Sportverein, …) Werbung machen könnten. Die Verwandten willigen ein und preisen bei jeder Gelegenheit den Blumenladen an. Doch keiner der von den Verwandten angesprochenen Personen kommt in den Blumenladen. Warum? Der Nachname Schlitzohr verrät natürlich sofort, dass die Verwandten und er Blumenverkäufer zusammengehörten und die angesprochenen Personen entwerten die Empfehlung dementsprechend.

Genauso verhält sich auch eine Suchmaschine. Gehen zu viele Empfehlungen (Links) von Verwandten ein, werden diese entwertet. Wie? Weiß jetzt eine Suchmaschine schon wer mit wem verwandt ist? Nein, natürlich nicht. Eine Suchmaschine gleicht den „Verwandtschaftsgrad“ zwischen zwei verschiedenen Websites anhand der IP-Adresse ab. Dabei wird das entsprechende Class-C Netz der IP untersucht um festzustellen, ob die beiden Websites verwandt sind. (Auf die genaue Analyse der Class-C Netze möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingehen – es würde einfach zu weit gehen).

Es ist dementsprechend nicht ratsam, seine Seite so optimieren zu wollen, indem man sich bei einem Web-Hoster 100 Domains bestellt und von jeder Domain auf die zentrale Domain verlinkt. Wichtig, beim Linkaufbau ist also, dass die Links aus den unterschiedlichsten Class-C Netzen kommen sollten.

2.3 Sitemap als Landkarte für Google

Wir haben ja schon gelernt, dass es im Bereich der Suchmaschinen Crawler gibt, die sich auf den Links (den Brücken) zwischen den Webseiten bewegen können. Daher ist es sinnvoll seine Seite so aufzubauen, dass zu jeder Seite mindestens mal ein Link zeigt. Sollte es mal nicht möglich sein die Seite zu verlinken, gibt es die Möglichkeit einer Sitemap. Eine Sitemap kann man sich wie eine Landkarte für Google und dessen Crawler vorstellen. Wenn es beispielsweise eine Webseite gibt, auf welche kein Link zeigt (also keine Brücke geschlagen ist), kann der Crawler diese Seite nicht besuchen und indexieren. Die Sitemap zeigt dem Crawler von Google ganz einfach auf, wo sich noch eine Seite befindet inkl. der URL (also der Adresse der Seite, wenn man das Beispiel der Landkarte fortführen möchte).

3. Fazit

Ich habe diesen Beitrag wie gesagt als kleinen Start für den SEO-Invasion Blog geschrieben. Er sollte diejenigen von euch ansprechen, die noch keine Erfahrung mit SEO haben und sich gerade an das Thema heran trauen.

Ich habe auch gemerkt, dass es unheimlich schwierig ist, das Thema oberflächlich zu behandeln, da immer wieder die Details im Kopf herumschwirren und man ja nichts vergessen möchte. Daher ist der Beitrag auch etwas länger geworden – Sorry 🙂

Wer sich noch genauer informieren möchte, der kann das auf der Seite von SEO United tun. Hier gibt es ein tolles Tutorial zum Thema SEO: Zum Tutorial

Wenn es etwas gibt, das euch im Beitrag aufgefallen ist, was nicht stimmt oder unverständlich geschrieben ist, dann lasst es mich wissen. Ich werde den Beitrag voraussichtlich auch noch etwas erweitern. Vielleicht mit ein paar Bildern und zusätzlichen Informationen.

Was ist SEO?